Ist euer Getreide keimfähig?
Ist euer Getreide keimfähig?
Grundsätzlich: Ja, viele unserer Getreidesorten sind keimfähig – aber es kommt auf die Sorte und die Verarbeitung an.
Unsere spelzfreien Getreidearten, wie z. B. Weizen (auch Gelb- u.Rotkornweizen), Roggen, Waldstaudenroggen, Khorasanweizen, haben in der Regel eine sehr gute Keimfähigkeit. Je nach Charge liegt diese erfahrungsgemäß zwischen ca. 85 % und 95 %.
Etwas anders sieht es bei Hafer, Gerste und unseren Urgetreiden wie Dinkel, Emmer und Einkorn aus. Diese gehören zu den sogenannten Spelzgetreiden – das bedeutet: Jedes Korn ist von einer festen, strohigen Hülle umgeben. Nach der Ernte muss diese Hülle in einem zusätzlichen Arbeitsschritt von unseren Landwirten entfernt werden. Dabei kommen mechanische Verfahren zum Einsatz, die zwar sehr sorgfältig und schonend sind, aber die Körner gelegentlich leicht beschädigen können. Daher können wir für diese Getreidesorten keine Garantie für eine vollständige Keimfähigkeit geben.
Die Keimfähigkeit bei unseren Spelzgetreiden liegt meist bei etwa 50 %, beim feinkörnigen Einkorn auch etwas darunter.
Nackthafer: Nackthafer ist eine besondere Hafersorte, bei der sich die Hülle beim Dreschen von selbst löst. Dadurch muss er nicht nachträglich geschält oder entspelzt werden, was die Keimfähigkeit begünstigt. Da unser Nackthafer (wie alle unserer Getreidesorten, bis auf den Hafer) nicht thermisch behandelt wird , ist er in der Regel gut keimfähig.
Wichtig für euch zu wissen: Unser Getreide wird grundsätzlich nicht chemisch behandelt oder entkeimt.
Eine Ausnahme bildet jedoch unser Hafer: Die entspelzten Haferkerne, die bei uns erhältlich sind, werden gezielt thermisch behandelt (über 40 °C erhitzt), da sie zur Herstellung von Haferflocken verwendet werden. Durch die Erwärmung wird das Enzym Lipase deaktiviert, das sonst die Fette im Hafer zersetzen und die Flocken schnell ranzig machen würde.
Außerdem verbessert die Wärmebehandlung die Haltbarkeit, den Geschmack und sorgt dafür, dass die Flocken beim Walzen nicht zerbrechen.
Grundsätzlich lässt sich die Keimfähigkeit professionell testen. Solche Prüfungen sind jedoch mit hohem Aufwand und erheblichen Kosten verbunden. Da wir regelmäßig viele verschiedene Chargen verarbeiten, ist eine Laborprüfung jeder einzelnen Partie leider nicht umsetzbar. Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Service daher leider nicht anbieten können.
Keimfähigkeit unserer Getreidesorten – im Überblick
| Getreideart | Verarbeitung / Besonderheit | Keimfähigkeit | Hinweis |
| Weizen / Rotkornweizen / Gelbmehlweizen | Spelzfrei, schonend gereinigt | ✅ In der Regel 85–95 % | Keine Entspelzung nötig – sehr gute Keimfähigkeit |
| Waldstaudenroggen / Roggen | Spelzfrei, schonend gereinigt | ✅ In der Regel 85–95 % | Gute Keimfähigkeit bei intakten Körnern |
| Khorasan / Kamut® | Spelzfrei, sehr großkörnig | ✅ Hoch (ähnlich Weizen) | Kein Spelz – gute Keimchancen bei unverletztem Korn |
| Dinkel | Spelzgetreide, mechanisch entspelzt | ⚠️ Ca. 50 % | Spelzentfernung kann das Korn beschädigen |
| Emmer | Spelzgetreide, mechanisch entspelzt | ⚠️ Ca. 50 % | Ähnlich wie Dinkel – nur bedingt keimfähig |
| Einkorn | Spelzgetreide, sehr klein und empfindlich | ⚠️ Unter 50 %< | Höheres Risiko für Beschädigungen durch Entspelzung |
| Nackthafer | Spelzfrei durch Züchtung, keine Schälarbeit nötig | ✅ Gut keimfähig | Bei uns nicht nicht erhitzt – ideal für Sprossen |
| Hafer (entspelzt) | Mechanisch entspelzt,, über 40 °C erhitzt | ❌ Nicht keimfähig | Unsere Haferkerne sind das einzige thermisch behandelte Getreide im Sortiment – für die Haferflockenherstellung notwendig. |
| Gerste (entspelzt, nicht erhitzt) | Mechanisch entspelzt, nicht erhitzt | ⚠️ Keimung möglich, nicht garantiert | Wie bei Dinkel: Spelzentfernung kann das Korn beschädigen |
| Buchweizen (geschält) | Geschält | ❌ Nicht keimfähig | Beim Schälen wird das Keimorgan meist verletzt |
Grundsätzlich: Ja, viele unserer Getreidesorten sind keimfähig – aber es kommt auf die Sorte und die Verarbeitung an.
Unsere spelzfreien Getreidearten, wie z. B. Weizen (auch Gelb- u.Rotkornweizen), Roggen, Waldstaudenroggen, Khorasanweizen, haben in der Regel eine sehr gute Keimfähigkeit. Je nach Charge liegt diese erfahrungsgemäß zwischen ca. 85 % und 95 %.
Etwas anders sieht es bei Hafer, Gerste und unseren Urgetreiden wie Dinkel, Emmer und Einkorn aus. Diese gehören zu den sogenannten Spelzgetreiden – das bedeutet: Jedes Korn ist von einer festen, strohigen Hülle umgeben. Nach der Ernte muss diese Hülle in einem zusätzlichen Arbeitsschritt von unseren Landwirten entfernt werden. Dabei kommen mechanische Verfahren zum Einsatz, die zwar sehr sorgfältig und schonend sind, aber die Körner gelegentlich leicht beschädigen können. Daher können wir für diese Getreidesorten keine Garantie für eine vollständige Keimfähigkeit geben.
Die Keimfähigkeit bei unseren Spelzgetreiden liegt meist bei etwa 50 %, beim feinkörnigen Einkorn auch etwas darunter.
Nackthafer: Nackthafer ist eine besondere Hafersorte, bei der sich die Hülle beim Dreschen von selbst löst. Dadurch muss er nicht nachträglich geschält oder entspelzt werden, was die Keimfähigkeit begünstigt. Da unser Nackthafer (wie alle unserer Getreidesorten, bis auf den Hafer) nicht thermisch behandelt wird , ist er in der Regel gut keimfähig.
Wichtig für euch zu wissen: Unser Getreide wird grundsätzlich nicht chemisch behandelt oder entkeimt.
Eine Ausnahme bildet jedoch unser Hafer: Die entspelzten Haferkerne, die bei uns erhältlich sind, werden gezielt thermisch behandelt (über 40 °C erhitzt), da sie zur Herstellung von Haferflocken verwendet werden. Durch die Erwärmung wird das Enzym Lipase deaktiviert, das sonst die Fette im Hafer zersetzen und die Flocken schnell ranzig machen würde.
Außerdem verbessert die Wärmebehandlung die Haltbarkeit, den Geschmack und sorgt dafür, dass die Flocken beim Walzen nicht zerbrechen.
Grundsätzlich lässt sich die Keimfähigkeit professionell testen. Solche Prüfungen sind jedoch mit hohem Aufwand und erheblichen Kosten verbunden. Da wir regelmäßig viele verschiedene Chargen verarbeiten, ist eine Laborprüfung jeder einzelnen Partie leider nicht umsetzbar. Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Service daher leider nicht anbieten können.
Keimfähigkeit unserer Getreidesorten – im Überblick
| Getreideart | Verarbeitung / Besonderheit | Keimfähigkeit | Hinweis |
| Weizen / Rotkornweizen / Gelbmehlweizen | Spelzfrei, schonend gereinigt | ✅ In der Regel 85–95 % | Keine Entspelzung nötig – sehr gute Keimfähigkeit |
| Waldstaudenroggen / Roggen | Spelzfrei, schonend gereinigt | ✅ In der Regel 85–95 % | Gute Keimfähigkeit bei intakten Körnern |
| Khorasan / Kamut® | Spelzfrei, sehr großkörnig | ✅ Hoch (ähnlich Weizen) | Kein Spelz – gute Keimchancen bei unverletztem Korn |
| Dinkel | Spelzgetreide, mechanisch entspelzt | ⚠️ Ca. 50 % | Spelzentfernung kann das Korn beschädigen |
| Emmer | Spelzgetreide, mechanisch entspelzt | ⚠️ Ca. 50 % | Ähnlich wie Dinkel – nur bedingt keimfähig |
| Einkorn | Spelzgetreide, sehr klein und empfindlich | ⚠️ Unter 50 %< | Höheres Risiko für Beschädigungen durch Entspelzung |
| Nackthafer | Spelzfrei durch Züchtung, keine Schälarbeit nötig | ✅ Gut keimfähig | Bei uns nicht nicht erhitzt – ideal für Sprossen |
| Hafer (entspelzt) | Mechanisch entspelzt,, über 40 °C erhitzt | ❌ Nicht keimfähig | Unsere Haferkerne sind das einzige thermisch behandelte Getreide im Sortiment – für die Haferflockenherstellung notwendig. |
| Gerste (entspelzt, nicht erhitzt) | Mechanisch entspelzt, nicht erhitzt | ⚠️ Keimung möglich, nicht garantiert | Wie bei Dinkel: Spelzentfernung kann das Korn beschädigen |
| Buchweizen (geschält) | Geschält | ❌ Nicht keimfähig | Beim Schälen wird das Keimorgan meist verletzt |